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LÖTSCHBERG, Tunnel, CH

Die erste Etappe der Lötschberglinie wurde 1901 eröffnet: die Spiez-Frutigen-Bahn, die später durch die Berner Alpenbahngesellschaft Bern-Lötschberg-Simplon (BLS) betrieben wurde.

Die gesamten Bauarbeiten der Lötschberglinie wurden dem französischen Baukonsortium Entreprise du Lötschberg vergeben und der Baubeginn erfolgte am 15. Oktober 1906 mit der Anbohrung des Nordportals des Lötschbergtunnels.
Die ganze Bergstrecke wurde als niveaufreie Vollbahnstrecke geplant. Die Strecke wurde einspurig ausgeführt, aber bei der Gleislage wurde schon von Anfang an an eine mögliche Doppelspur gedacht und bei den Hochbauten und Tunneln wurden schon die notwendigen Vorarbeiten wie die Fundamentlegung durchgeführt.

Der heutige Lötschberg-Basistunnel ist ein 34,6 km langer Eisenbahntunnel, der zwischen Frutigen im Berner Oberland (Kanton Bern, Schweiz) und Raron (Kanton Wallis, Schweiz) am Lötschberg die nördliche Alpenkette unterquert und am 16. Juni 2007 in Betrieb genommen wurde. Dieser Basistunnel ist Teil der Lötschberg-Simplon-Achse der Neuen Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT), welche von Basel über Bern-Thun-Spiez zum Lötschberg und weiter via Brig-Simplon-Domodossola nach Mailand und Novara-Genua führt. Der Lötschberg-Basistunnel ist (bis zur Fertigstellung des Gotthard-Basistunnels) nach dem Seikan-Tunnel und dem Eurotunnel der drittlängste Tunnel der Welt. Die Eisenbahn durch den Lötschbergtunnel wird die erste Hochgeschwindigkeitslinie durch die Alpen sein, mit einer Fahrtdauer von Zürich nach Visp in zwei Stunden.

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